Von lockeren zu festen Freundschaften – Gründe fürs Heiraten

Von lockeren zu festen Freundschaften – Gründe fürs Heiraten

Von lockeren zu festen Freundschaften – Gründe fürs Heiraten
Freundschaften zwischen Jungen und Mädchen beginnen immer früher. Aber es sind nicht nur die äußeren Umstände, die gesellschaftlichen Entwicklungen, die Einflüsse durch Medien und Werbung, die zu diesen frühen Freundschaften führen. Einen wesentlichen Anteil hat auch die Akzeleration, die sog. Entwicklungsbeschleunigung vor allem im biologisch-sexuellen Bereich. Die Kinder werden heute-rein körperlich gesehen – weit früher erwachsen als jede Generation vorher. Entsprechend melden sich Neugier und Interesse am anderen Geschlecht um Jahre früher – oft zum Erschrecken oder Entsetzen der Eltern.

Solche ersten Lieb- und Freundschaften sind in der Regel noch offene, spontane, im Letzten noch vorläufige und unverbindliche Beziehungen. Sie werden durchaus ernsthaft betrieben, sind aber noch nicht festgelegt. Wechselnde Freundschaften – Liebeskummer inbegriffen – entsprechen eher diesem Alter. Zu langfristigen Bindungen sind Jungen und Mädchen zu diesem Zeitpunkt kaum willens und fähig. Dennoch oder gerade deshalb haben diese Lieb- und Freundschaften unbestritten ihren Wert. In den vielfältigen Kontakten, Begegnungen, Gesprächen, Liebesbeweisen erfahren junge Leute Neues und Wichtiges über Ansichten, Einstellungen, Verhaltens- und Reaktionsweisen des anderen Geschlechtes. Sie spüren, wie ganz anders der oder die jeweils andere sein kann: gleichermaßen anziehend und abweisend, vertraut und fremd, zärtlich und grob. Solche Erfahrungen sind für eine geschwisterlose Generation, von der in den Großstädten bereits die Hälfte ohne Schwester und Bruder aufwächst, wichtiger denn je. In solchen Freundschaften kann es dann für viele erstmals zu tiefer gehenden Einblicken in das Innenleben eines Mädchens bzw. eines Jungen kommen.

Mit zunehmendem Alter stabilisieren sich in der Regel die Beziehungen. Sie sind langfristiger angelegt, ohne jedoch schon dauerhaft oder gar letztverbindlich zu sein. Mit der endgültigen Partnerwahl lassen sich junge Leute durchaus zu Recht viel Zeit. Wählen können bedeutet, sich unter mehreren Möglichkeiten für eine entscheiden zu können. Auf die Partnerwahl bezogen heißt das: Aus der Begegnung mit verschiedenen Partnern bzw. Partnerinnen können im Laufe der Zeit die notwendigen Kriterien für eine letztverbindliche Entscheidung gewonnen werden. Für die meisten jungen Paare ist selbst das Zusammenziehen in gewisser Hinsicht erst eine Vor-Entscheidung. Aus dem vorläufigen Ja kann, muss aber nicht das endgültige Ja erwachsen.
Ich schreib auf dieser Seite nur diesen einen Satz:
Ich mag dich wirklich – heute! Für morgen ist auf einer anderen Seite Platz.